Freiheit/Krankheit/Blockade der eigenen Felder
Jan
Hallo liebe Menschen,

nach langem wahrnehmen und loslassen und wieder wahrnehmen und wieder loslassen, hatte ich nun das Gefühl es einfach besprechbar zu machen. Nachdem ich ich es in meiner Vorstellungskraft gefühlt schon hunderte Male gemacht habe.

Seit einiger Zeit hänge ich extrem fest. Mir ist bewusst, dass ich es tue. Mir ist bewusst, dass alles darauf abzielt mein Feld zu blockieren. Mein Feld hier nicht anwesend sein zu lassen. Und trotzdem habe ich keinen Plan mehr wie ich aus diesem Schlamassel rauskommen soll. Mit rauskommen meine ich wahrscheinlich wieder wirklich rein zu kommen. Mein Feld zu Leben uns auszudrücken. Frei.

Mein wundervoll verstricktes Programm, dass mich beschäftigt hält. Festhält. Mich von den wichtigen Bewegungen fern hält. Und mich tatsächlich an den Rande des Wahnsinns treibt ;) 

Ich rede von etwas was hier in dieser Welt als Krankheit beschrieben wird. Und ich muss sagen, dass ich mich trotz aller Erinnerungen, trotz aller Bewegungen die wir gemeinsam schon getragen haben, die meiste Zeit wie tot fühle. Kein Leben, dass zum Ausdruck kommt. Obwohl es brodelt. Eine Situation die schier ausweglos erscheint und mir das Gefühl gibt, dass es so für mich nicht mehr weitergehen kann. Eine Situation, die sich für mich wie sterben anfühlt, auch wenn dies nie passieren wird.

Ist es noch sinnvoll hier zu bleiben für die kurzen Momente, wo das Fenster wieder aufgeht? Für die kurzen Momente in denen es mir gelingt mich davon loszukoppeln was mich permanent einnimmt. Für die kurzen Momente in denen ich meine Sprache spreche? Mein Feld hier frei vibriert? Und sich das Fenster dann für lange Zeit wieder schließt? 

All die Jahre in den wir gemeinsam getragen haben. Alle die tiefen Momente. All das ist gerade im Moment kaum noch greifbar für mich und hilft mir nur bedingt diesen Weg hier weiter zu gehen. Hilft mir in den Momenten, die ich in Krankenhäusern und in Psychatrien verbringe kaum. Und doch weiß ich, dass ich vertrauen kann. Auf uns. 

Und auch weiß ich, dass ich das nicht im Alleingang bewerkstelligen kann. Und auch gar nicht möchte.

Was wird da blockiert? Was möchte sich öffnen? Was wird da nur aufgefahren, um das zu verschließen?

Fühlt euch alle von mir umarmt. Egal wo ihr gerade steht.

Jan


Eine dicke Umarmung, Jan, du bist nicht allein. Das hier in Worte zu fassen, es auszudrücken, hilft mir, dich wirklich zu spüren und dich zu fühlen! So ist es im Moment. Danke, dass du deine Lebenssituation mit mir geteilt hast. Wir werden uns gegenseitig wie Krieger unterstützen, Seite an Seite. Und jeder seinen eigenen Weg gehen.
Hallo Jan ik zie je, ik hoor je.
Een medereiziger door uitdagend landschap.

Groet Martien
Anna
Hallo Jan,
Mir scheint es sehr wichtig, dass sich die Menschen immer wieder tiefgründige Fragen nach dem Sinn des Lebens stellen… Wie du fragst: Ist es überhaupt noch sinnvoll, in diesen kurzen Momenten hier zu bleiben, in denen man sich selbst spürt, in denen man seine eigene Sprache spricht…? 
Wenn du darauf eine Antwort geben müsstest, wie würde sie lauten?
Jan
In diesen Momenten gibt es keine Fragen mehr. In diesen Momenten spricht mein Kern und alles andere ist losgekoppelt. Organische Felder bewegen sich und werden beantwortet.

In allen anderen Momenten in denen ich diesen Beitrag nicht leiste habe ich das Gefühl, dass es besser wäre, die Weiterreise anzutreten und diese ganze Geschichte hier loszulassen.

Es macht mir keine Angst weiterzureisen. Ich habe auch vollstes Vertrauen, dass alles irgendwie wird. Auch wenn ich keine Ahnung habe, wie das alles weitergeht.

Im tiefsten Kern habe ich Vertrauen ins Leben, Liebe fürs Leben und fühle tiefsten Frieden. Und in diesen Momenten ist es eine sehr spannende Reise hier zu sein. Mitzutragen. Beizutragen.

Leider lande ich dann irgendwie wieder im Programm. Habe intensive Kontakte, Austausch, Angriffe, und irgendwie alles auf einmal :)  Und schwups arbeite ich mich da irgendwie wieder aus.

Danke für eure Wahrnehmung liebe Mitmenschen. Mitreisende.

Wir gehen diesen Weg gemeinsam und dennoch autonom. Wie auch immer dieser ausschauen mag.